Schulchronik

Auszug aus der Schulchronik der Volksschule St.Georgen

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Nach der Eingemeindung, der bis dahin selbstständigen Gemeinde St. Georgen nach Bruck an der Glocknerstraße, am 1.Jänner 1939, konnte die 4.Klasse im Schulhaus in der einstigen Gemeindekanzlei untergebracht werden.

 

Die Schülerzahl stieg weiter an, der Teilungsschlüssel wurde niedriger und so wurde die Schule 1949/50 erstmalig mit 196 Kindern fünfklassig geführt. Durch die Neuerrichtung der Volksschule Högmoos im Schuljahr 1964/65 ging der Schülerstand auf 103 Kinder zurück (Verlust der Taxenbacher Kinder aus den Ortsteilen Lacken und Tannberg). Die Schule wurde deshalb vier Jahre lang dreiklassig geführt. Ab dem Schuljahr 1968/69 gab es aber an der Schule wieder vier Klassen.

 

Am Schulgebäude wurden damals nur mehr die notwendigsten Reparaturen durchgeführt, da ein Neubau in Aussicht gestellt wurde. Das Haus geriet deshalb in einen desolaten Zustand. Es entsprach auch nicht mehr den modernen Erfordernissen. Das hieß, dass zwei Klassenräume mit 6 x 4,50 Meter zu klein waren, keine Garderobe oder Turnsaal vorhanden waren und dass der ölgetränkte Holzboden und die umständliche bzw. aufwändige Einzel-Ofenheizung nachteilige Gegebenheiten nach sich zogen. Von der Gemeinde wurde der Neubau einer Schule beschlossen. Nach dem Beispiel in Scheffau/Tirol wurde in St. Georgen die erste "Wabenschule" (die Klassen sind sechseckig wie eine Bienenwabe) im Land Salzburg mit einer schönen Pausenhalle errichtet (Architekt Kiederer aus Zell am See). Baubeginn war am 2. Oktober 1970, in den Sommerferien 1972 wurde der Bau fertig gestellt.

 

Das wohlgelungene Werk wurde am 17. Juni 1973 von Pfarrer Zitz Martin mit einer Messe in der Mehrzweckhalle eingeweiht. Anwesende Ehrengäste: Landeshauptmann Dr. Hans Lechner, der amtsführende Präsident des Landesschulrates Hofrat Dr. Mathias Laireiter und Bezirksschulinspektor Reg. Rat Oswald Putzer. Sämtliche Vereine von Bruck und St. Georgen sowie die gesamte St. Georgener Bevölkerung feierten mit.

 

Mit den Schuljahren 1970/71, 1971/72, 1972/73 lief die Oberstufe aus. Alle Kinder besuchten nach der 4. Schulstufe die Hauptschule (Pflichtsprengel Bruck) oder die AHS in Zell am See. Dennoch konnte die Schule mit Ausnahme 1973/74 und 1975/76 (dreiklassig) bis zum Schuljahr 2003/04 vierklassig (jeweils einstufig) weitergeführt werden. Im Schuljahr 2004/05 sank die Gesamtschülerzahl erstmals unter 60 (55 Kinder) und die Schule musste wieder dreiklassig geführt werden.

 

Nun stellte sich die Frage, was mit dem alten Schulgebäude geschehen sollte. Nach langem Hin und Her fand die Gemeindevertretung Bruck keine bessere Lösung, als im Sommer 1977 den Abbruch der alten Schule zu vollziehen. Und dies gegen den durch eine Bürgerinitiative mehrheitlich bekundeten Willen der Bevölkerung von St.Georgen. Umwidmungsvorschläge wurden eingebracht (Kindergarten, Lehrerwohnungen, Heimatmuseum u.a.). Die neue Schule war so situiert worden, dass das Altgebäude in angemessenem Abstand hätte stehen bleiben können.

 

Für den Grund östlich des Neugebäudes - etwa 1200 m² wurde vom Amt der Salzburger Landesregierung mit Zahl 2.01 - 10.046/6-1977 vom 5.5.1977 die schulische Widmung aufgehoben. Ein Antrag auf Rückwidmung für schulische Zwecke wurde von der Schulleitung im März 1985 bei der Gemeinde eingebracht.

 

 

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Das Foto zeigt den Schulhaushügel mit dem alten und dem neuen Gebäude - schön eingebunden in das Ortsbild.

 

 

In den Folgejahren stellte sich bald heraus, dass das neue Schulgebäude keine ausreichende Isolierung hatte und an kalten Wintertagen kaum beheizt werden konnte. Des öfteren mussten die Schüler nach Hause geschickt werden. Halbherzige Isolierversuche unter den Fenstern brachten auch nicht das gewünschte Ergebnis. Im Jahr 2006 entschloss sich die Gemeinde endlich eine Generalsanierung vorzunehmen.

 

In den Sommerferien 2006 wurden folgende Arbeiten durchgeführt. Ein Vollwärmeschutz wurde angebracht, alle Fenster ausgetauscht und eine Pelletsheizung mit dazugehöriger Verrohrung (die alte Heizung war eine Elektroheizung mit Nachtspeicheröfen und konnte die erforderliche Leistung nicht erbringen) errichtet. Alle Räume der Schule wurden neu ausgeweißt und auf den neuen Außenputz der "Hl. Georg", unser Schullogo (Fresko von Professor Wolfgang Wiesinger), wieder aufgetragen. Die Aufschrift "Volksschule St. Georgen" hielt man sinniger Weise in Schulschrift und tintenblau.

Zur besonderen Freude der Kinder wurde vor dem Schulhaus ein Granitbrunnen mit zwei Bänken, ebenfalls aus Granit, errichtet. Das ständig fließende Wasser soll die Kinder zu richtigem Trinkverhalten anleiten.

In der in neuem Glanz erstrahlenden Schule fühlen sich die Schüler und Lehrer pudelwohl!

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf ca. 450.000 Euro. Unser Dank gilt der Gemeinde unter der Führung von Bgm. Herbert Reisinger und Vizebgm. Josef Ebner, sowie allen Planern und ausführenden Arbeitern.

 

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Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen wird unsere Schule seit dem Schuljahr 2004/05 dreiklassig geführt. Für das Schuljahr 2009/10 droht uns die Zweiklassigkeit (nur mehr 38 Schüler).

 

Die Schülerzahlen sind wieder steigend, und so können im Schuljahr 2010/11 mit 46 Kindern wieder 3 Klassen geführt werden. Diese Organisationsform scheint auch für die nächsten Jahre gesichert zu sein.

 

Nachdem der Jugendschitag seit 1950 (1. Jugendschitag) wegen Schneemangels des öfteren abgesagt werden musste, können wir, am 5. Februar 2011, den 50. Jugendschitag abhalten und begehen dieses Jubiläum mit einem kleinen Fest und einer gelungenen Ausstellung und Filmvorführung. Zahlreiche Ehrungen verdienter Mitarbeiter der letzten 61 Jahre werden vorgenommen.